10 Fakten, die du kennen solltest
Wusstest du, dass Gerüche und Düfte die Stimmung beeinflussen können?
Wir haben 10 spannende Fakten über Gerüche und Düfte für dich.

Er beeinflusst unsere Partnerwahl, schützt uns vor verdorbenem Essen und warnt uns vor Gefahren – unser Geruchssinn. Er ist stark mit unseren Gefühlen verbunden und ruft in uns unweigerlich Gefühle und Erinnerungen hervor. Ein ziemlich wichtiger Sinn also. Doch weißt du alles über Gerüche und ihre Wirkung? Entdecke jetzt 10 spannende Fakten dazu:

Die Macht der Düfte

Gerüche

Gerüche-Fakt Nr. 1:

IN UNSERER NASENHÖHLE BEFINDEN SICH ETWA 40 MILLIONEN GERUCHS-REZEPTORNEURONEN.

Diese warten nur darauf, verschiedene Gerüche einzufangen, um sie an den Riechkolben zu senden. Als Mittelsmann zwischen Nase und Gehirn überträgt der Riechkolben ständig Geruchsinformationen, die dir helfen, Schlüsselgerüche von anderen Gerüchen zu unterscheiden.

Gerüche

Gerüche-Fakt Nr. 2:

DIE NASENHÖHLE HAT GRÖßTENTEILS NICHTS MIT GERÜCHEN ZU TUN.

Ihre primäre Funktion ist es, die Luft, die wir einatmen, zu reinigen, bevor sie unsere Lungen erreicht. Tatsächlich ist die Feuchtigkeit in der Nasenhöhle verantwortlich dafür, die Geruchspartikel zu lösen, sodass die Riechzellen sie erkennen können.

Gerüche rufen Emotionen hervor

Gerüche-Fakt Nr. 3:

GERÜCHE RUFEN EMOTIONEN IN UNS HERVOR.

Das liegt daran, dass unser Geruchssinn der einzige Sinn ist, der direkt mit unserem emotionalen Kontrollzentrum verdrahtet ist. Andere Sinne wie Tasten oder Sehen erfordern eine Menge an "Decodierung", bevor sie verstanden werden können und eine Reaktion hervorrufen. Diese direkte Verbindung des Geruchssinns bedeutet, dass Düfte die einzigartige Fähigkeit haben, sich in unsere Erinnerungen einzuklinken und unfreiwillig unsere Stimmungen, Gedanken, Gefühle und sogar unsere geistige Leistungsfähigkeit beeinflussen.

Lange bevor wir sprechen können, entwickeln wir diese Strukturen als Kind. Es ist eine Art emotionale Datenbank, welche Gefühle wie Glück, Kummer, Angst, Freude und Wut verschiedenen Stimuli zuordnet. Wenn dir zum Beispiel, als du fünf warst, beim Weihnachtsessen von Rosenkohl schlecht geworden ist, stehen die Chancen nicht schlecht, dass dir als Erwachsener durch den bloßen Geruch des Gemüses übel wird.

Gerüche unterscheiden

Gerüche-Fakt Nr. 4:

UNSERE NASE KANN MEHR ALS EINE BILLION GERÜCHE UNTERSCHEIDEN.

Wissenschaftler gingen bis vor kurzer Zeit davon aus, dass die Nase rund 10 000 unterschiedliche Gerüche wahrnehmen kann. Nach einer aktuellen Studie kamen sie zu dem Schluss, dass es wohl über eine Billion Gerüche sind, die die menschliche Nase unterscheiden kann. Somit kann die Nase mehr Reize aufnehmen als die Augen und Ohren.

unterschiedliche Aromen

Gerüche-Fakt Nr. 5:

WIR KÖNNEN UNS AN BIS ZU 4000 UNTERSCHIEDLICHE AROMEN ERINNERN.

Hast du jemals bemerkt, wie der Geruch des Parfüms deiner ersten Liebe sofort lebhafte Erinnerungen aus deiner Vergangenheit hervorrufen kann? Mit einem "Erinnerungsspeicher" der irgendwo bei 2000 bis 4000 Aromen bei jedem Menschen liegt, ist es bemerkenswert einfach, mit einem Duft eine Erinnerung zum Leben zu erwecken. Das Geruchsgedächtnis ist sehr stark mit positiven oder negativen Gefühlen verbunden, was meist evolutionäre Gründe hat. So ist der Geruch nach Feuer im Gehirn mit Angst und Flucht verbunden.

Duftöle haben einen Einfluss auf die Muskeln

Gerüche-Fakt Nr. 6:

DUFTÖLE HABEN EINEN EINFLUSS AUF UNSERE MUSKELN.

Bereits die Griechen und Römer wussten Duftöle zu gebrauchen: Athleten haben diese damals vor und nach Wettkämpfen benutzt, um ihre Muskeln zu behandeln.

Wenn also eine Sportmasseurin feine Düfte im Raum verteilt, dann nicht nur damit es gut riecht. Nein, diese Öle werden immer noch benutzt, um Muskelverspannungen zu behandeln oder den Schock nach Sportverletzungen zu mindern. Nach dem Sport essenzielle Öle in die Muskeln einzumassieren, kann die Bildung von Toxinen verhindern und Milchsäuren wegspülen. So verhindern sie Muskelkater.

In Alltagssituationen können Düfte wie Pfefferminz oder Eukalyptus helfen, müde Muskeln zu beleben, und Müdigkeit lindern.

der Geruch spielt in der Partnerschaft eine wichtige Rolle

Gerüche-Fakt Nr. 7:

DER GERUCH SPIELT EINE WICHTIGE ROLLE IN DER PARTNERWAHL.

Bei der Partnerwahl lassen wir uns tatsächlich von unserer Nase leiten. Wenn zwischen zwei Menschen die Chemie stimmt, liegt das nämlich vor allem am Geruch. Daher auch die Redewendung: „Sich riechen können“.

Der Hintergrund: Der Geruch, der von einem Menschen ausgeht, enthält allerlei Informationen über sein Erbgut. Das ist ein evolutionärer Trick, damit wir uns vor allem Partner mit möglichst unterschiedlichen Genen aussuchen. So gehen wir dank seinem Geruch unterbewusst sicher, dass die Nachkommen mit guten Genen ausgestattet werden und zum Beispiel ihr Immunsystem besonders widerstandsfähig ist. 

Geruchsinn bei Neugeborene

Gerüche-Fakt Nr. 8:

UNSER GERUCHSSINN IST SCHON AUSGEREIFT, WENN WIR AUF DIE WELT KOMMEN.

Neugeborene können zwar noch schlecht sehen, doch ihr Geruchssinn ist bereits ausgeprägt. Das ist auch wichtig, denn ihre Nase hilft ihnen, den Weg zur Brust der Mutter zu finden. Das Geruchsgedächtnis bildet sich in den ersten drei Lebensjahren. In dieser Zeit sammeln wir den Großteil unserer Eindrücke, die uns ein Leben lang begleiten.

Geruchsinn nimmt mit dem Alter ab

Gerüche-Fakt Nr. 9:

DIE FÄHIGKEIT ZU RIECHEN, NIMMT MIT DER ZEIT AB.

Im Laufe des Älterwerdens nimmt der Geruchssinn ab. Ab etwa 40 Jahren mindert sich die Fähigkeit, Gerüche zur unterscheiden. Weitere Faktoren wie das Rauchen, Chemikalien oder häufiger Kontakt mit Schmutz und Staub können diese Fähigkeit beeinträchtigen.

fehlender Geruchssinn ist sehr belastend

Gerüche-Fakt Nr. 10:

EIN FEHLENDER GERUCHSSINN IST SEHR BELASTEND.

Menschen, die Gerüche nicht mehr wahrnehmen können, werden oft depressiv. Die Vermutung liegt darin, dass Menschen mit dem Verlust des Geruchssinns auch das Gefühl haben, ihre Identität zu verlieren. Denn ihnen fehlt nicht nur der Geruch nach gutem Essen oder dem Partner. Sie können vor allem ihren eigenen Geruch nicht mehr wahrnehmen und dadurch auch nicht abschätzen, wie sie von ihrem Gegenüber wahrgenommen werden.