OUTDOORSPORT FÜR DEN HERBST

OUTDOORSPORT FÜR DEN HERBST

DAS IST NICHTS FÜR STUBENHOCKER

Auch wenn der Herbst da ist und damit der Winter vor der Tür steht, bedeutet das nicht, dass du dich eingraben solltest und in den Winterschlaf verfallen darfst. Das kannst du dir abschminken. Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Outdoor-Bekleidung. Und damit du weißt, was du diesen Herbst mit dir und deiner Familie anstellen kannst, zeigen wir dir die besten, coolsten, atemberaubendsten Outdoor-Aktivitäten, die du allein oder mit deiner Familie  unternehmen kannst.

OUTDOOR-SPORTARTEN FÜR DIE GANZE FAMILIE

  1. Climbing
  2. Geocaching
  3. Paintball
  4. Canyoning
  5. Rafting

„GEHN MA KRAXELN IM KLETTERPARK!“

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Climbing. Zu Deutsch: Klettern. Oder auch Kraxeln. Aber „Climbing“ klingt besser. Irgendwie abenteuerlicher. Wenn das Wetter zu mies ist, um auf den Berg zu kraxeln, kannst du deine Kinder nur noch so von der Playstation 4 wegbekommen: „Kinder – geh ma Climbing im Kletterpark!“ Und dafür gibt es mittlerweile auch in Städten eine Menge Anbieter. Zum Beispiel am Flakturm im Wiener Esterhazypark. Dort kannst du auf einer Fläche von 700m2 bis auf eine Höhe von 34 Metern klettern und einigermaßen entspannt die grandiose Aussicht über Wien genießen. Verschiedene Schwierigkeitsgrade und spezielle Kinder- und Anfängerbereiche machen den Flakturm zum zu einem Anlaufpunkt für die ganze Familie. Und wenn das mit dem Klettern doch nichts ist, könnt ihr immer noch ins Haus des Meeres gehen. 

Etwas düsterer geht’s dann schon im Folter-Museum Wien  zu. Zwar nicht für kleine Kinder geeignet – aber man kann sich so richtig schön gruseln. Das Museum und das Haus des Meeres sind im gleichen Flakturm untergebracht. 

Hier findest du weitere Hochseilgärten und Kletterparks in ganz Österreich. Und hier eine Liste des Österreichischen Alpenvereins mit allen Kletteranlagen.

„GEHN MA AUF SCHATZSUCHE!“

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Jetzt kommt wirklich das große Abenteuer für die ganze Familie: Geocaching. Was bitte? Geocaching. Was nach einer NSA-Geheimdienstmethode zur Speicherung aller, weltweiten Kommunikationsdaten klingt, ist etwas komplett anderes. Nämlich nichts anderes, als die gute, alte Schatzsuche. Nur modern. Mit GPS. Und das geht so: Weltweit werden sogenannte Geocaches versteckt. Laut aktuellen Zahlen ca. 2,6 Millionen auf der ganzen Welt und allein in Österreich ca. 40.000. Das sind wasserfeste Behälter unterschiedlicher Größe, die anhand von GPS-Daten gefunden werden müssen. In den Behältern befindet sich immer ein Logbuch, in dem du den Zeitpunkt des Fundes dokumentieren musst und je nach Größe des Geocaches weitere Gegenstände – zum Beispiel Geschenke anderer Geocacher, von denen du dir eines aussuchen darfst, aber im Tausch auch etwas geben musst. Wichtig dabei ist, dass du den Geocache nur so bergen (Geocacher sprechen hier von „heben“) darfst, dass andere anwesende Personen (sogenannte Muggel) nichts davon mitbekommen. Da sogar auf dem Stephansplatz in Wien Geocaches zu finden sind, kann das mitunter eine ziemliche Herausforderung sein. Geocaches sind an ganz unterschiedlichen Orten versteckt: Unter einer Parkbank, auf dem Gipfel eines Berges, Unterwasser und nur mit Tauchausrüstung zu erreichen, in einem Astloch, usw.

Diese unterschiedlichen Geocaches gibt es unter anderem:

- Traditionelle Geocaches: Behälter unterschiedlicher Größe mit Logbuch und Tauschgütern

- Multi-Caches: Hier musst du mehrere kleine Caches heben, um an die Koordinaten des großen Caches zu gelangen

- Mystery-Cache: Bevor du den eigentlichen Cache heben kannst, musst du ein Rätsel lösen, welches dir die Koordinaten des eigentlichen Caches verrät

Was brauchst du zum Geocachen?

- Ein GPS-Gerät oder ein Smartphone mit GPS und einer dazugehörigen Geocaching-App. Hier findest du die offizielle Geocaching App im App Store, bei Google Play und hier für dein Windows Phone.

- Solltest du ein einfaches GPS-Gerät verwenden, benötigst du natürlich eine Geocache-Datenbank, in der die Koordinaten der Caches zu finden sind.

- Einen wasserfesten Stift.

„GEHN MA SCHIEßEN!“

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Für die Familie mit schon etwas größeren Kindern geeignet. Jetzt wird es martialisch. 2 Teams mit 3 bis 10 Spielern. Ausgerüstet mit Gesichtsmasken, Körperschutz und sogenannten Markierern (einer Luftpistole, die kleine Farbkugeln verschießt) treten auf einem Spielfeld gegeneinander an. Ziel ist es, seine Gegner mit den Farbkugeln zu treffen und auszuschalten. Das Team, welches den letzten aktiven Spieler auf dem Spielfeld hat, hat gewonnen. Das Spiel ist actionreich, taktisch und es fördert den Teamgeist und die Kommunikation. Körperliche Fitness ist keine Voraussetzung – stört aber nicht. Denn in Deckung springen, Schnelligkeit und Wendigkeit verlängern die eigene Spielzeit. Bei dem Paintball-Anbieter 10Sec. im Süden Wiens gibt es vier unterschiedliche Spielfelder: Halle, Sup Air Field (Turnierfeld mit aufblasbaren Deckungen), Woodland (ein naturbelassenes Spielfeld) und Scenario Spielfeld (mit künstlichen Deckungen wie Autowracks, usw.). Die Ausrüstung gibt’s beim Anbieter und einen Tipp geben wir mit auf den Weg: Vielleicht nicht die neueste Jeans anziehen. Es wird bunt. Und bei Treffern neben der Schutzkleidung kann es schon mal einen blauen Fleck geben.

„GEHN MA SCHLUCHTELN!“

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Nein, beim Canyoning lauerst du nicht mit deiner Banditenbande in einem Canyon der nächsten Postkutsche auf. Obwohl das sicher auch ganz lustig wäre und auch zu den Outdoor-Aktivitäten gehören würde. Beim Canyoning (auch Schluchteln und Schluchting genannt) begehst du eine Schlucht von oben nach unten in unterschiedlichsten Varianten: Abseilen, Klettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und bei extrem schweren Schluchten auch: Tauchen. Fortgeschrittenes Canyoning ist jedoch kein Kindergeburtstag. Zumindest für die schwierigen Strecken sind alpin- und wassertechnische Qualifikationen/Erfahrungen vonnöten. Einmal in der Schlucht gibt es kein Zurück. Canyoning solltest du nur auf geführten Touren mit ortskundigen und zertifizierten Canyonführern machen. Hier findest du eine Liste von zertifizierten Canyoning Anbietern. 

Allerdings – und deshalb ist das Canyoning auch hier bei Familie zu finden – gibt es auch Anbieter, die Canyoning extra für die ganze Familie oder auch nur für Kids anbieten. Zum Beispiel der Anbieter Outdoor Hofer bietet spezielles Kindercanyoning an.

 

„GEHN MA SCHLAUCHBOOT FAHRN!“

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Ein reißender Gebirgsfluss. Stromschnellen. Ein Schlauchboot. Du sitzt mit ein paar anderen Gefahrensuchern im Schlauchboot und versuchst den Fluss zu reiten. Durch die Stromschnellen, über kleinere Wasserfälle. Schwimmweste nicht vergessen. Auch hier ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste: Nur mit Profis und auf zugelassenen Strecken raften. Es gibt auch Rafting-Touren, die für Familien angeboten werden. Schwimmwesten für Kinder und speziell ausgebildete Guides sind ein Muss. Hier findest du einen Anbieter für Familien-Rafting.

Hier findest du Rafting-Anbieter.

OUTDOOR-SPORTARTEN FÜR HARTE

UND SPORTLICHE JUNGS

  1. Free-Climbing
  2. Urban Climbing
  3. Parkour
  4. Caving

„ICH MACH JETZT EINEN AUF STALLONE!“

Wieso Stallone? Na, „Cliffhanger“. Klingelts? Nicht? Okay. Wurscht. Zur Erklärung: Nur die Harten kommen in den Garten. Free-Climbing ist nichts für Schattenparker und Turnbeutelvergesser. Denn das „Free“ in Free-Climbing steht tatsächlich für „frei“ von Sicherungsseilen. Da heißt es: du gegen die Wand. Oder den Boden. Wenn du stürzt. Daher sollte Free-Climbing tatsächlich nur von Profis durchgeführt werden. Von Leuten, die ihr eigenes Gewicht an zwei Fingern in der Wand halten können, während die Füße und die zweite Hand nach Halt suchen. Wenn du dich für das Free-Climbing interessierst, solltest du fit wie ein Turnschuh und ein Bergschuh zusammen sein und einen Kurs besuchen.

Hier findest du eine Auswahl an Kletterschulen, die auch Free-Climbing Kurse anbieten.

„ICH BIN SPIDERMAN!“

Wieso Spiderman? Na, der Spinnenmann klettert ja auch überall in der Stadt herum. Urban-Climbing bezeichnet nämlich das Klettern im urbanen, also im städtischen Bereich. Woran geklettert wird, ist den Climbern ziemlich wurscht und legal ist das auch nicht immer. Die Hauptsache dabei ist, dass das was da erklettert wird, sonst nicht erklettert wird und ein ganz normaler Mensch auch nie auf die irrsinnige Idee kommen würde, ausgerechnet dort herumzukraxeln. Da werden Brücken, Kirchen, Laternenpfähle und generell Gebäude zum Berg gemacht. Was gefährlich aussieht, ist es auch. Ohne Netz und doppelten Boden wird da wie Spiderman in Wänden und den Brückenpfeilern gehockt. Nur eben, dass die Kletterer keine Superkräfte haben – aber dafür extrem fit sein müssen. Die Damen und Herren, die diesem Sport nachgehen, wissen meistens ganz genau was sie tun und sind sich der Risiken, die sie eingehen, bewusst. Da, wie schon erwähnt, das Urban Climbing nicht immer ganz legal ist, solltest du dich bei Interesse vielleicht eher erst mal auf eine „brave“ Version konzentrieren. Wie das aussehen kann, zeigen wir dir hier:

„MEIN NAME IST BOND. JAMES BOND.“

…auch Freerunning genannt. Der breiten Masse ist diese Sportart vor allem durch das Kino bekannt gemacht worden: Daniel Craig lieferte sich als James Bond in den ersten Minuten des Films Casino Royale (2006) eine atemberaubende Verfolgungsjagd im Parkour-Stil. Die Anhänger dieser Sportart lassen es normalerweise zumindest ein klein wenig ruhiger angehen und haben sich das Ziel gesetzt, ihren städtischen Wohnraum neu zu erschließen und auf Bequemlichkeiten zu verzichten. Wieso einen Aufzug oder eine Rolltreppe benutzen, wenn man durch ein paar gut koordinierte Sprünge und ein bis zwei Klimmzüge auch das erste Stockwerk eines Gebäudes erreichen kann. Überhaupt wird bei dieser Outdoor-Aktivität viel gesprungen: Über Häuserschluchten, Wände, Fahrradständer, usw. Es wird sich an Mauervorsprüngen entlang gehangelt, in Bäume gesprungen, überhaupt geht es beim Parkour sehr abenteuerlich zu. Voraussetzung für das Parkour ist natürlich körperliche Fitness und ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn. Wer sich über Parkour informieren will und sogar einen Kurs absolvieren möchte, der findet bei parkour-vienna.at Hilfe.

„HOFFENTLICH WIRD DAS KEIN HORRORFILM!“

Caving war schon Thema in diversen Horrorfilmen. „The Descent 1 + 2“,  sowie „The Cave“. Aber auch in Klassikern der Jugend- und Abenteuerfilme wie „Die Goonies“ wurde durch Höhlen gewandert und geschwommen. Kein Wunder. Denn Caving ist Abenteuer pur. Tief unter der Erdoberfläche durch dunkle und nasse Höhlen kraxeln. Da kann einem die Fantasie schon mal einen Streich spielen.

Caving ist zu Deutsch einfach Höhlenwandern. Zugegeben: Caving klingt spannender. Und mit Wandern hat das moderne Caving auch nicht mehr viel am Hut. Wandern ist etwas Gemächliches, etwas Gemütliches. Niemand würde auf die Idee kommen, dass Wandern etwas Gefährliches und Abenteuerliches ist. Es sei denn, man durchwanderst die Wüste Gobi oder eben eine Höhle mit Wasserläufen, wo du schwimmen oder sogar tauchen musst, Steilwänden und Engpässen. Je nach Tour übernachtest du sogar unter der Erde in einer feuchten, kalten, dunklen Höhle. Klingt nach dem großen Abenteuer? Ist es auch. Auch hier ist es wichtig, dass du fit und gesund bist und vor allem darfst du keine Klaustrophobie haben. Ebenfalls ist es wichtig, dass du dich nur auf geführten Touren in den Berg traust. Wichtig ist auch, dass du vor der Tour den Wetterbericht studierst. Denn ein unterirdischer Fluss, der im Hochsommer nur ein kleines Rinnsal ist, kann durch einen herbstlichen Regenschauer zu einem reißenden Strom werden, der alles mit sich reißt. 

Caving

Na, Lust bekommen, die freien Stunden im Herbst draußen an der frischen Luft mit der Familie oder auch allein zu verbringen? Wir hoffen, wir haben dir genug Inspiration geliefert. Wenn du dich dazu durchringst, wenigstens eine der oben genannten Outdoor-Sportarten in diesem Herbst zu machen, dann hast du dir die Winter-Abende mit einem warmen Jagertee vor dem Kamin oder dem Fernseher verdient. Wenn du Urban-Climben wählst, wirst du höchstwahrscheinlich deinen Tee in einer Gefängniszelle schlürfen dürfen. In jedem Fall: Wohl bekomm‘s und viel Spaß! :)

 

GAMES, FILME UND SERIEN IN DIESEM HERBST

Klar: bei Sturm und Schnee draußen im Wald herumzurennen, nur um nicht in der Bude zu sitzen ist Quatsch. Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie er seine Zeit am besten verbringt. Daher haben wir jetzt noch ein paar Tipps, wie du dir das Abenteuer in das eigene Wohnzimmer holen kannst.

DAS BRETTSPIEL DES JAHRES 2015: COLT EXPRESS

Als Bandit überfällst du im Wilden Westen zusammen mit denen Mitspielern (ab 10 Jahren, 2 – 6 Spieler) einen dreidimensionalen Zug, der in tollkühner Fahrt über Weichen, Brücken und durch Tunnel jagt. Revolver rauchen und Fäuste fliegen, während ihr von Waggon zu Waggon hechtet, um die Reisenden zu berauben und Kontrahenten auszustechen. Achtung, der Marshal kommt! Schnell flüchten die Gauner aufs Dach, wo die Action gleich weitergeht. Reihum spielt ihr Aktionskarten auf einen gemeinsamen Stapel – je nach Gleisabschnitt mal offen, mal verdeckt, mal zwei am Stück. Aber erst am Ende der Runde erlebt ihr das Ergebnis dieser Programmierung: Prügeleien, flinke Finger und der gefürchtete Marshal sorgen für

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Überraschungen und Schadenfreude. „Colt Express“ spult mit einfachen Regeln ein furioses Abenteuer ab, um das jeder Regisseur uns Spieler beneidet. Ab ca. 30 EUR. Hier ein Trailer.

DAS BESTE ABENTEUERGAME FÜR DEN HERBST: UNCHARTED – THE NATHAN DRAKE COLLECTION

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Perfekte Action. Großartige Grafik. Anspruchsvolle Gegner. Extrem detailreiche und phantasievolle Spielwelten. Eine Mischung aus Jump & Run und Action-Shooter mit genialer Story. Spielfilmreif. Eine Art moderner Indiana Jones. Wer die drei Uncharted Teile noch nicht kennt, der sollte sich nun Uncharted – The Nathan Drake Collection kaufen. Alle drei Teile wurden grafisch noch mal aufpoliert, damit sie auf der PS4 und in HD auch richtig gut aussehen. Hier kannst du das Game bestellen.

Übrigens: der vierte Teil der Game-Reihe erscheint im März 2016. Hier ein Trailer.


DIE BESTEN TV-SERIEN FÜR DEN HERBST

TV-Serien gibt es diesen Herbst viele richtig gute. Daher präsentieren wir dir hier an dieser Stelle einfach die Trailer zu den Serien.

1. Brooklyn Nine Nine (Im ORF oder bei Netflix)

2. Marvels Daredevil (Netflix)

3. Better call Saul (Netflix)

4. The Walking Dead Staffel 6 (FOX TV)

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Jetzt solltest du in diesem Herbst wirklich genug zu tun haben. So schnell wird dir auf jeden Fall nicht langweilig werden. Wir wünschen dir einen tollen Herbst. Ob als Stubenhocker – oder als Gefahrensucher draußen in der Natur.